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Expeditionen-NACHHALL: "Nicht beweinen, sondern erlebbar machen!"


Die erste Kantate in der Zwölftonmethode komponiert: Józef Kofflers Werk Die Liebe, komponiert 1931, beeindruckend berührend dargeboten von der jungen Mezzosopranistin Victória Real (stehend) und den OJM-Musikern Sofija Molchanova (Klarinette), Charlotte Walterspiel (Viola) und Aniko Zeke (Violoncello).

Ein sehr bewegender Abend mit viel Neuland, das betreten wurde: Daniel Grossmann hat sich für die dritte OJM-Expedition auf Recherchetour begeben und dabei doch einiges über den heute so unbekannten Józef Koffler in Erfahrung gebracht. Seine lückenhafte wie tragische Biographie steht exemplarisch für das grauenvolle und unvorstellbare Leid, das das Nazi-Regime an so vielen Menschen verübt hat. Dennoch ist es Daniel Grossmann und den Musikern gelungen, eine Atmosphäre des Gedenkens zu schaffen, die dem Anliegen des OJM entspricht: „Nicht beweinen, sondern erlebbar machen!“

Der Journalist Jörn Florian Fuchs war bei der OJM-Expedition über Józef Koffler mit dabei und berichtete einen Tag danach auf Deutschlandfunk in der Sendung „Kultur heute“ ausführlich über seine Eindrücke. Dieser sehr informative Beitrag - sogar mit Hörbeispiel - ist sehr zu empfehlen!

Auch anwesend war Oliver Fraenzke, der beim Online-Blog "The New Listener" Hörerlebnisse unter die Lupe nimmt. Seine lesenswerte Rezension mit dem Titel "Musikgenuss statt Trauer" ist hier nachzulesen.


Danke allen Beteiligten und unserem Gastgeber, dem NS-Dokumentationszentrum München, für diesen wichtigen und berührenden Abend!
Dank gilt auch unserem Publikum, das dieses Mal nicht nur zahlreich, sondern auch meist sehr persönlich und ausführlich auf diese Veranstaltung reagiert hat!

Und die zweite musikalische Entdeckung des Abends war Kofflers Streichtrio op. 10 - es spielen: Sándor Galgóczi (Violine), Charlotte Walterspiel (Viola) und Aniko Zeke (Violoncello).

Die nächste OJM-Expedition findet am Donnerstag, 7. Juni 2018 wie gewohnt um 19 Uhr im Auditorium des NS-Dokuzentrums statt. Zu entdecken gibt es dann Paul Arma: der Schüler Béla Bartóks war vor dem Krieg im Bauhaus-Kreis aktiv war, während des Krieges legte er im Untergrund eine der bedeutendsten Sammlungen von Widerstandsliedern an und nach dem Krieg widmete er sich verstärkt der elektronischen Musik. Wir freuen uns schon darauf, auch diesen Komponisten hör- und erlebbar zu machen!

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