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​Das OJM in Shanghai

OJM goes China hieß es am 6. November: Das OJM auf Konzertreise nach Shanghai – ein ganz besonderes Event neben den zahlreichen anderen spannenden Projekten der diesjährigen Spielzeit. In Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung durch das Goethe-Institut, das Konfuzius Institut München sowie der Tongji Universität Shanghai und dank der Unterstützung der Freunde des OJM organisierte das Orchester Jakobsplatz München eine Reise nach China. Dort veranstalteten wir zwei Konzerte: unser Bläser-Quintett spielte im Shanghai Jewish Refugees Museum und gemeinsam mit Musik-Studenten der Tongji-Universität setzte ein Konzert im Saal der Universität den Schlusspunkt unserer Reise.

Doch fangen wir vorne an:

Am Montagabend (6. November) begann unsere Reise am Terminal 2 des Münchner Flughafens. Nach einem elfstündigen Non-stop-Flug empfingen uns am Dienstagabend unsere chinesischen Gastgeber in Shanghai mit einem landestypischen Essen im Hotel und wir fühlten uns gleich rundum wohl in Shanghai. So wohl, dass wir nach der langen Reise gleich noch auf Stadt-Erkundung gingen und beim Anblick der Skyline von Pudong aus dem Staunen nicht mehr herauskamen.

Immer gut gegessen! Hier: Emil Bekir, Noemi Györi, Sandor Galgoczi und Hideki Machida Erster abendlicher Ausflug ins Shanghaier Getümmel
Ankunft in Shanghai - und wir haben immer gut gegessen!

Am Mittwoch (8. November) ging es dann los mit unserer eigentlichen Arbeit: Die mitgereisten Musikerinnen und Musiker des OJM veranstalteten musikalische Workshops mit ausgewählten chinesischen Musikstudenten: diese verstärkten uns für die Streichersinfonien 1 und 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Nach einem ersten Beschnuppern und einer Tutti-Probe übernahmen unsere Stimmführer die jeweiligen Studenten für kleinere Gruppen-Workshops. Konzertmeister Sandor Galgoczi probte mit drei ersten Geigen, unser Stimmführer Emanuel Wiesler gab einen Workshop für die drei zweiten Geigen. Bei den Bratschen übernahm unsere Stimmführerin Charlotte Walterspiel die Leitung und die beiden Celli und die Kontrabassistin probten mit den Stimmführern Emil Bekir und Artem Ter-Minassian.

Erste gemeinsame Probe mit den chinesischen StudentInnen Stimmgruppenprobe mit den Celli und Kontrabässen Emanuel Wiesler mit den 2. Geigen
Die Tutti- und Stimmführerproben

Die Workshops und Proben bestimmten unseren Tagesablauf und so sind wir immer erst am Abend auf Stadt-Erkundung gegangen und durften am Donnerstagabend eine Boots-Fahrt auf dem Huangpu River genießen. Im Grunde kannten wir Shanghai also nur im Dunkeln.

Simone Theilacker, Noemi Györi, Sandor Galgoczi und Emanuel Wiesler bei der Bootsfahrt auf dem Huangpu River
Das OJM auf Bootsfahrt auf dem Huangpu River (da durften auch ein paar Selfies nicht fehlen)

Am Freitag (10. November) trennten sich unsere Bläser von der Gruppe und machten sich auf den Weg ins Shanghai Jewish Refugees Museum. Im ehemaligen Jüdischen Ghetto von Shanghai gab das Bläser-Quintett ein Konzert und spielte Werke von Ligeti, Milhaud, Mozart und Zemlinsky. Der kleine Konzertsaal, die ehemalige Synagoge des Ghettos, war so gut besucht, dass zusätzliche Stühle um das Quintett herum platziert werden mussten, um alle Zuhörer unterbringen zu können.

Das Bläser-Quinttet bei der Probe im Shanghai Jewish Refugees Museum
Das Bläserquintett bei der Probe für das Konzert im Shanghai Jewish Refugees Museum: Noemi Györi, Hideki Machida, Zhijie Miao (Gast aus China), Teimuraz Bukhnikashvili und Sofija Molchanova

Am Samstag (11. November) stand dann unser großes Konzert auf dem Programm: gemeinsam mit den Musik-Studenten spielten wir ein Gedenkkonzert zum jüdischen Exil in Shanghai im Konzertsaal der Tongji-Universität Shanghai. Auf dem Programm standen:

Felix Mendelssohn: Streichersinfonien Nr. 1 und Nr. 4
Ernst Krenek: Sinfonische Musik für neun Soloinstrumente, op. 11
Johannes Brahms: Serenade Nr. 2 in A-Dur, op. 16 (bearbeitet für Sonett von Andreas Tarkmann)

 Applaus nach unserem Konzert in der Tongji-Universität

Der Funke sprang über und am Ende gab es im Rhythmus klatschendes chinesisches Publikum, das wir offensichtlich begeistern konnten. Ebenfalls im Publikum saß eine kleine Reisegruppe aus München: die Freundes des Orchester Jakobsplatz München ließen es sich nicht nehmen und begleiteten das China-Gastspiel des OJM und ermöglichte dem Orchester auf diese Weise nebenbei die Reise nach Fernost. Im Anschluss an das Konzert gingen wir gemeinsam mit den Freunden essen und waren auf dem Weg ins Restaurant so begeistert von der Location, dass wir uns spontan auf der hell erleuchteten Nanjing Road versammelten für ein Gruppenfoto. Dafür blieben wir nicht lange allein und so ließen sich die MusikerInnen kurzentschlossen zu einer kleinen improvisierten musikalischen Einlage hinreißen.

Spontanes Gruppen-Foto auf der Nanjing-Road 
Gruppenbild mit Zuschauern - da gab es dann auch ein spontanes Ständchen auf der Nanjing Road

Nach dem Adrenalin-Kick waren wir dann froh, am Sonntag endlich noch einen freien Tag in Shanghai genießen zu können und machten uns vormittags zunächst auf die Kindheits-Spuren von Sonja Mühlberger, die ebenfalls unseren beiden Konzerten beiwohnte. Sonja Mühlberger wurde 1939 im Jüdischen Ghetto von Shanghai geboren und hat uns am Sonntag (12. November) auf eine ausführliche Führung durch das Shanghai Jewish Refugees Museum und die Straßen des ehemaligen Ghettos mitgenommen. Eine einmalige Erfahrung!

Danach ging es hoch hinaus auf den so genannten „Flaschenöffner“ und wir konnten die Ausmaße dieser Millionen-Metropole bestaunen. Da muss man schon schwindelfrei sein!

Gemeinsame Führung durch das ehem. Jüdische Ghetto von Shanghai mit Sonja Mühlberger und den Freunden des OJM Daniel Grossmann mit "seinem" Scherenschnitt Blick vom "Flaschenöffner" auf Shanghai
Am freien Sonntag haben wir einiges gesehen (links eine Führung durch das ehem. Jüdischen Ghetto, rechts der Blick vom "Flaschenöffner") 
und Daniel Grossmann ließ sich sogar einen Scherenschnitt anfertigen

Nach einem ausführlichen Bummel durch Shanghais Altstadt ging es am Abend zurück zum Flughafen und in einem 12-stündigen Nachtflug zurück nach München. Hier wurden wir dann nach den milden Temperaturen in China von der eisigen Kälte Bayerns überrascht. Für viele stand als erstes der Reifenwechsel auf dem Tagesplan. Willkommen zurück!

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