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Mo. 11. Dezember 2017, 19 Uhr
Hubert-Burda-Saal
Jüdisches Zentrum München

Gespräch mit Eva Umlauf, die mit zwei Jahren Auschwitz überlebte

Nacht & Nebel (1955)
Erster Dokumentarfilm über Auschwitz
Mit der Originalmusik von Hanns Eisler
und Texten von Jean Cayrol

Besetzung

Benedict Sieverding, Sprecher
Orchester Jakobsplatz München
Daniel Grossmann, Dirigent

in Kooperation mit:
Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V.

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Karten
20,- | 8,- ermäßigt*
*für Schüler, Studenten und Auszubildende bis 28 Jahren (unter Vorlage eines Ausweises)

OJM-Onlineverkauf
(ohne Vorverkaufsgebühren)

weitere Vorverkaufsstellen

Orchester Jakobsplatz München
(ohne Vorverkaufsgebühren)
Tel: 089 12 289 599
info(at)o-j-m.de

München Ticket
Tel.: 089 54 81 81 81
www.muenchenticket.de

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Hanns Eisler

Geboren 1898 in Leipzig als drittes Kind des österreichischen Philosophen Rudolf Eisler (1873–1926) und der Ida Maria Eisler, geborene Fischer (1876–1929) wuchs er in bildungsbürgerlichen, jedoch, wie er selbst schreibt, in sehr dürftigen Verhältnissen auf. Im Geburtenregister ist sein Vorname als Johannes eingetragen. Eisler selbst nannte sich später „Hanns“. Sein Vater stammte aus einer alteingesessenen böhmisch-jüdischen Bürgerfamilie, seine Mutter aus einer schwäbischen Bauernfamilie und war Fleischerstochter.

Eisler gilt neben Alban Berg und Anton Webern als einer der später bekannteren Schüler Arnold Schönbergs, und wird – trotz zeitweiliger inhaltlicher Differenzen zu seinem Lehrer – der Zweiten Wiener Schule zugerechnet. Er war politisch und künstlerisch gesehen der engste Weggefährte des Dramatikers und Lyrikers Bertolt Brecht, mit dem er von Ende der 1920er Jahre bis zu dessen Tod persönlich und musikalisch verbunden war. Einige seiner bekanntesten Werke hat er gemeinsam mit Brecht geschaffen.

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weitere Infos zum Konzert

Als Mahnmal gegen das Vergessen schuf der damals noch unbekannte französische Regisseur Alain Resnais 1955 mit Nacht und Nebel die erste, wohl auch wichtigste und zudem eine sehr eindringliche Dokumentation über das Geschehen in den Konzentrationslagern. Das filmische Zeugnis über den unmenschlichen Lagerkosmos ist zugleich ein herausragendes Kunstwerk in einer neuen Ästhetik, die das Dokumentarische zum Essay wandelt: In größter stilistischer Zurückhaltung verbinden sich einprägsame Bilder mit der Musik des jüdischen Komponisten Hanns Eisler; die Texte, die weit mehr sind als purer Kommentar, stammen von zwei Holocaust-Überlebenden – im Original vom französischen Schriftsteller Jean Cayrol, die äußerst sensible deutsche Fassung vom Lyriker Paul Celan.

Die Aufführung dieses einzigartigen Filmdokuments zusammen mit Musik und Texten, die live vorgetragen werden, richtet sich verstärkt, aber nicht ausschließlich an Jugendliche ab 14 Jahre. Vorab wird Daniel Grossmann ein Gespräch mit einer Zeitzeugin führen. Ein eindrückliches Erlebnis, das diesem Thema gerecht wird.

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Alain Resnais

Resnais (1922-2014) − Sohn eines Apothekers − besuchte das Collège St.-François-Xavier in Vannes. Er hatte mit dreizehn Jahren seine erste Kamera, experimentierte bereits als Jugendlicher mit Schmalfilm und schwärmte für das Theater. Als er wegen seiner schwachen Gesundheit vom Militärdienst befreit worden war, ging er 1939 nach Paris, um Pädagogik zu studieren. Von 1940 bis 1942 nahm er Schauspielunterricht bei René Simon und ließ sich auch als Filmeditor am Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC) ausbilden. Später schloss er sich der klassischen Theatergruppe Les Arlequins an und gastierte in der Provinz. Nach dem Zweiten Weltkrieg realisierte er eine Reihe von Kurzfilmen über berühmte Künstler wie Vincent van Gogh oder Paul Gauguin.

Resnais erhielt in Anerkennung für seine Verdienste um die Filmkunst 1995 den Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig und 1998 den Silbernen Bären der Berlinale für sein Lebenswerk.

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weitere Infos zum Konzert

Als Mahnmal gegen das Vergessen schuf der damals noch unbekannte französische Regisseur Alain Resnais 1955 mit Nacht und Nebel die erste, wohl auch wichtigste und zudem eine sehr eindringliche Dokumentation über das Geschehen in den Konzentrationslagern. Das filmische Zeugnis über den unmenschlichen Lagerkosmos ist zugleich ein herausragendes Kunstwerk in einer neuen Ästhetik, die das Dokumentarische zum Essay wandelt: In größter stilistischer Zurückhaltung verbinden sich einprägsame Bilder mit der Musik des jüdischen Komponisten Hanns Eisler; die Texte, die weit mehr sind als purer Kommentar, stammen von zwei Holocaust-Überlebenden – im Original vom französischen Schriftsteller Jean Cayrol, die äußerst sensible deutsche Fassung vom Lyriker Paul Celan.

Die Aufführung dieses einzigartigen Filmdokuments zusammen mit Musik und Texten, die live vorgetragen werden, richtet sich verstärkt, aber nicht ausschließlich an Jugendliche ab 14 Jahre. Vorab wird Daniel Grossmann ein Gespräch mit einer Zeitzeugin führen. Ein eindrückliches Erlebnis, das diesem Thema gerecht wird.

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Hanns Eisler

Geboren 1898 in Leipzig als drittes Kind des österreichischen Philosophen Rudolf Eisler (1873–1926) und der Ida Maria Eisler, geborene Fischer (1876–1929) wuchs er in bildungsbürgerlichen, jedoch, wie er selbst schreibt, in sehr dürftigen Verhältnissen auf. Im Geburtenregister ist sein Vorname als Johannes eingetragen. Eisler selbst nannte sich später „Hanns“. Sein Vater stammte aus einer alteingesessenen böhmisch-jüdischen Bürgerfamilie, seine Mutter aus einer schwäbischen Bauernfamilie und war Fleischerstochter.

Eisler gilt neben Alban Berg und Anton Webern als einer der später bekannteren Schüler Arnold Schönbergs, und wird – trotz zeitweiliger inhaltlicher Differenzen zu seinem Lehrer – der Zweiten Wiener Schule zugerechnet. Er war politisch und künstlerisch gesehen der engste Weggefährte des Dramatikers und Lyrikers Bertolt Brecht, mit dem er von Ende der 1920er Jahre bis zu dessen Tod persönlich und musikalisch verbunden war. Einige seiner bekanntesten Werke hat er gemeinsam mit Brecht geschaffen.

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Alain Resnais

Resnais (1922-2014) − Sohn eines Apothekers − besuchte das Collège St.-François-Xavier in Vannes. Er hatte mit dreizehn Jahren seine erste Kamera, experimentierte bereits als Jugendlicher mit Schmalfilm und schwärmte für das Theater. Als er wegen seiner schwachen Gesundheit vom Militärdienst befreit worden war, ging er 1939 nach Paris, um Pädagogik zu studieren. Von 1940 bis 1942 nahm er Schauspielunterricht bei René Simon und ließ sich auch als Filmeditor am Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC) ausbilden. Später schloss er sich der klassischen Theatergruppe Les Arlequins an und gastierte in der Provinz. Nach dem Zweiten Weltkrieg realisierte er eine Reihe von Kurzfilmen über berühmte Künstler wie Vincent van Gogh oder Paul Gauguin.

Resnais erhielt in Anerkennung für seine Verdienste um die Filmkunst 1995 den Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig und 1998 den Silbernen Bären der Berlinale für sein Lebenswerk.

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